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Über uns – Oberalster VfW

EINE KLEINE ZEITREISE IN DIE VERGANGENHEIT

UND EIN AUSBLICK

Wasser. Chemische Formel H2O. Wasser ist viel mehr als nur ein absolut notwendiges Element des Lebens auf diesem einzigartigen Planeten. Wasser lädt zum Träumen ein. Wasser ist voller Magie. Am Wasser siedeln sich vorzugsweise Menschen an und auf dem Wasser zu „schippern“ ist selbst im 21. Jahrhundert ein erstrebenswertes Freizeitvergnügen.

So war es nicht verwunderlich, dass im 8. Jahrhundert, der Zeit der Besiedlung der Hammaburg, mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die idyllische Schönheit der Alster entdeckt wurde und hier erste Siedlungen entstanden. Diese Menschen einte mit Sicherheit ein wesentliches Merkmal. Die Sehnsucht nach Bewegung, die scheinbar seit Urzeiten in unserer DNA eingebrannt ist.

Während in den Anfangszeiten der Besiedlung dieses Terrains Bewegung und schnelle Reaktion als absolut lebensnotwendig erschien, verlor im Laufe der Menschheitsgeschichte durch Befriedungen diese Eigenschaft an Bedeutung. Geblieben ist der innige Wunsch, möglichst lange mobil und beweglich zu bleiben und damit ein hohes Maß an Lebensqualität zu generieren.

Am 26. Juni 1912 war es dann soweit. Der Verein Oberalster V.f.W. wurde von ein paar verwegenen Kanuten gegründet, die ein Ziel einte: Sich friedlich sowie fair zu messen und zu vergleichen, obwohl Wettkämpfe gegen andere Vereine seinerzeit keinesfalls üblich waren.

Gründungsversammlung des Oberalster V.f.W. 1912
Gründungsversammlung des Oberalster V.f.W. 26.06.1912

Der Verein Oberalster gewann zunehmend an Renommee und bereits 1921 konnte man stolz das erste „Bootshaus“ präsentieren.

Mit dem Kanusport wuchs auch die Nachfrage der angrenzenden Bevölkerung nach weiteren Sportarten wie der damaligen Trendsportart Handball. Kurze Zeit später konnten auch die Ping-Pong-Artisten ihr handwerkliches Können unter Beweis stellen.

Trotz Kampagnen von diversen Staatsoberhäuptern „No Sports“ gegen eine körperliche Ertüchtigung, war die Entwicklung von Oberalster V.f.W. nun nicht mehr zu stoppen. 1959 kam die in vielen Augen „noble“ Sportart Fechten dazu. „Die drei Musketiere“ hätten dem Vernehmen nach Tränen in den Augen vor Freude gehabt.
Und auch „bodenständige“ Sportarten wie Fußball, Gymnastik und Volleyball fanden zahlreiche Liebhaber und Aufnahme unter das ehrwürdige Vereinswappen.

Fechten: Anfängerprüfung

Spätestens seit den 80er-Jahren setzte ein wahrer Bewegungsboom ein. Die Medizin hatte erkannt, wie elementar wichtig die Bewegung für die zivilisierte Gesellschaft sei, die sich vorwiegend als Eingabemedium für die Computer am Arbeitsplatz als auch zunehmend als Informations- und Kommunikationsmedium im privaten Umfeld verstand.
Es war keine Bewegung, nein, eher einem ausgewachsenen Hurrikan gleich, begannen die Menschen weltweit verstärkt dem Laufsport zu frönen. Und es war keinesfalls verwunderlich, als aus dieser Bewegung der Triathlon als König aller Sportarten hervor ging, die nur die wirklichen „Iron-Men“ erfolgreich – auch im Namen von Oberalster – absolvieren konnten.

Oberalster V.f.W. war in der Folge ein ganz besonderer Verein. Kein Klub für jedermann und trotzdem ein Klub für alle.

Was diesen Verein seit jeher auszeichnete, war der „Spirit“ und die Hingabe, die sowohl die zahlreichen Sportler als auch die meist unsichtbaren Helfer und „Funktionäre“ im Hintergrund ausübten.
Die Trainer, die gern und bereitwillig ihr Wissen an die nächsten Generationen weiter reichten. Nicht zu vergessen, die zahlreichen Helfer, die spartenübergreifend bei Großveranstaltungen wie dem Alsterlauf auch Unterstützung zu leisten bereit waren.

Wesentlich für den Erfolg ist auch die seriöse Vereinsführung durch die gewählten
Vorstandsmitglieder, die unauffällig das Machbare für den Verein ermöglichten und auch in schwierigen Zeiten alle Klippen umschifften. In diesem Verein greift tatsächlich ein Rädchen ins andere.

Wer einmal das Trikot von Oberalster trug, der war zumeist von diesem Geist beseelt und blieb es auch. Ein Leben lang verbunden mit und zu diesem Klub. Und das ist keine bloße Floskel.

Nicht zu vergessen: Die vereinseigene Halle am Hermann-Ruge-Weg sowie das idyllisch gelegene Bootshaus direkt an der Oberalster mit der Möglichkeit der Einkehr sind immer noch ein Alleinstellungsmerkmal für Hamburg.

Die sportlichen Erfolge aller Sparten an dieser Stelle aufzuzählen, würde den Rahmen dieser Seite sprengen. Eine Vielzahl von Ehrungen auf Deutschen sowie Landesmeisterschaften bzw. Turniererfolgen geben Zeugnis über die zahlreichen Talente und die Trainingsbemühungen aller Aktiven.

Natürlich gibt es – wie überall auf der Welt – wo viel Sonne scheint, auch Schatten, alles andere wäre auch anormal. Die Vereinsmitglieder sind in einem ungeheuren gesellschaftlichen Wandel einbezogen. Dieser betrifft nicht nur das Arbeitsleben oder die Gesundheitsvorsorge, sondern auch den Sport.

Es stellt sich die bange Frage, ob denn das klassische Vereinsleben noch eine Zukunft hat. Was will man der Konkurrenz mitgliederstarker Vereine – ganz ohne das klassische Vereinsleben, Vorstand und Funktionäre – wo meist für die Aktiven lediglich individuelle Bedürfnisse befriedigt werden, entgegnen?
Hinzu kommen immer mehr Regularien und Gesetze, die es für die Verantwortlichen einzuhalten gilt. Dieses bindet in der Folge viel Zeit und auch Geld für die Ehrenamtler. Diese Herausforderungen dürften es für die Vereine zukünftig nicht leichter machen.

Was aber bleibt und kann dem Verein Oberalster V.f.W niemand mehr nehmen? Über 100 Jahre Sport. 1000 Träume. 1000 Siege und Niederlagen. Emotionen pur. Fairness im Umgang mit dem sportlichen Gegner. Fitness. Erlebnisreisen. Entspannte Stunden im und um das Bootshaus herum. Viele gewachsene Freundschaften und noch so vieles mehr…

Werde auch du aktiver Teil dieser einzigartigen Community. Wir freuen uns auf dich!

P. S.: Möchtest du noch mehr über uns Erfahrung schau dir unsere Vereinszeitungen der letzten Jahre an. Insbesondere unsere Jubiläumsausgabe enthält viele historische Informationen.