100-jähriges DKV Jubiläum 2014 Hamburg

Zwei Jahre nach dem Hundertjährigen unseres eigenen Vereins, wurde vom 19.04. bis zum 26.04. dieses Jahres in Hamburg der 100. Geburtstag des Deutschen Kanu Verbands gefeiert. Der DKV wurde am 15. März 1914 in Hamburg, unter Mitwirkung auch vom Oberalster V.f.W., gegründet, weswegen entschieden wurde, das Jubiläum auch in Hamburg zu begehen.

Zu den Feierlichkeiten hatte der Hamburger Kanu Verband eingeladen und dem Aufruf waren gut 400 Kanuten gefolgt, die in Allermöhe auf dem Gelände des Regattazentrums ihre Zelte aufschlugen und dort, nebenbei erwähnt, zur allgemeinen Zufriedenheit von unserem Gastronom Ingo Hübner bewirtet wurden. Der HKV hatte unter Beteiligung der Hamburger Vereine ein umfangreiches Programm über die Festwoche erstellt, in dessen Rahmen unseren Gästen täglich mehrere Touren auf allen nennenswerten Gewässern in und um Hamburg angeboten wurden.

Eine dieser Touren fand am Montag, den 21.04., auf der Oberalster statt und sollte von der Wohldorfer 
Schleuse ca. 16 km alsterabwärts bis zu unserem Oberalster Bootshaus führen. Dazu meldeten sich stolze 88 Kanuten an, die, unter freundlicher wasserseitiger Begleitung und Informierung durch Mitglieder unserer Wassersportabteilung, bei bestem Wetter die Strecke bewältigten. Dabei waren Kanuten aus vielen Teilen unseres Landes, die höchst erstaunt den idyllisch durch die Endmoränenlandschaft des Alstertals mäandernden Fluß entdeckten, der dort so gar nicht dem ausserhalb Hamburgs gemeinhin bekannten Gesicht der Alster als Aussen- und Binnenalster entspricht.

Ganz im Gegensatz zu den naturnahen Erlebnissen auf den vielen Fahrten wurde das Jubiläum dann am Freitagabend des 25.04. hochoffiziell im der Sache angemessenen großen Saal des

Hamburger Rathauses im Rahmen eines Senatsempfangs zelebriert. Zugegen waren neben unserem Bürgermeister Olaf Scholz, dem DKV Präsidenten Thomas Konietzko, dem Präsidenten der ICF José Perurena López und dem Präsidenten des DOSB Alfons Hörmann auch der dem Kanusport sehr verbundene ehemalige Familienminister Heiner Geissler sowie ein beträchtlicher Teil der derzeitigen deutschen Kanuelite, die es sich auch als vielfache Goldmedaillengewinner z.T. nicht nehmen ließen, höchst bodenständig, wie Kanuten nun einmal sind, zu diesem Anlass neben den Freizeitpaddlern in Allermöhe im Zelt Quartier zu beziehen. Aus den Reden ließen sich erstaunliche Informationen entnehmen, so z.B. dass die Renn- und Slalomkanuten in ihren olympischen Disziplinen seit 1992 für 25 % aller deutschen olympischen Goldmedaillen bei den Sommerspielen verantwortlich zeichnen und der DKV der mit Abstand erfolgreichste deutsche Sommersportverband ist. Mehrmals betont wurde auch das den Kanusport in ganz besonderer Weise auszeichnende Selbstverständnis der Kanuten als großer Kanufamilie, das nicht zuletzt auch durch tatsächlich überdurchschnittlich häufig geschlossen dem Kanusport nachgehende Familien bedingt ist. Auch die Hamburger Vereine waren alle durch Repräsentanten vertreten und so wurde nach dem offiziellen Teil noch länger bei Getränken und Häppchen zusammengestanden und das eben noch zitierte Familienleben direkt veranschaulicht. Einiges an kreativer Buchführung ging vermutlich noch dem eben an diesem Tag begrüßten 120.000. DKV Mitglied voraus. Natürlich ein Hamburger, honi soit qui mal y pense.

Am nächsten Tag sollte dann eine Sternfahrt aller Kanuten zur Mittagszeit auf die Binnenalster der krönende Abschluss der Festivitäten auf dem Wasser werden. Dazu wurde natürlich auch von Oberalster aus gestartet. Zudem gesellte sich freundlicher Besuch vom RdE dazu und so gestalteten sich die über 10 km bis zur Binnenalster kurzweilig und waren im Nu abgespult. Aus allen Ecken und Kanälen strömten die Paddler, die kurz vor der Kennedybrücke von Ordnern aufgehalten wurden, damit der gemeinsame Einzug auf die Binnenalster im Zuge der durchchoreographierten Veranstaltung gelänge. Pünktlich zu wann auch immer kam dann das Go und gut 300 Boote ergossen sich auf die Binnenalster, fuhren in einem Bogen am „Vier Jahreszeiten“ vorbei und kamen vor dem Jungfernstieg zum Liegen. Dort angekommen, wurden dann an die versammelten Offiziellen samt Innensenator Michael Neumann vorher an die Kanuten ausgegebene Narzissenbündel überreicht, die allerdings nicht wenige entschieden, doch lieber selbst mit nach Hause zu nehmen. Dafür gab es, quasi im Tausch, für die Kanuten reichlich Butterkuchen, dessen Weiterreichung über die Boote sich jedoch nicht gänzlich unproblematisch gestaltete. Einige gingen leer aus, andere aßen noch weit auf dem Rückweg. Viele wichtiger als diese amüsanten randseitigen Details war jedoch der Eindruck, den man von der Zusammenkunft mitnehmen konnte. Eine derart zahlreiche Versammlung von Kanuten hatten wohl die meisten noch nicht erlebt. Nach dem Ende des von Frank Niss gut gelaunt moderierten Programms löste sich der Kanuhaufen langsam auf und es zog Grüppchen für Grüppchen wieder von dannen. Teils durch die Rathausschleuse Richtung Elbe, teils gen Aussenalster und weiter in die Kanäle. Abends wurde die Festwoche schließlich mit einem großen Fest auf dem Gelände in Allermöhe beschlossen.

Für die Hamburger Helfer fand tags darauf noch ein gemeinsames Essen in dem Restaurant „Fischerbörse“ gegenüber dem Hauptbahnhof statt. Eben an diesem Ort erfolgte 1914 in dem damals noch „Zum Kronprinzen“ heißenden Hotel die Gründung des DKV. In Nachstellung des Gründungsfotos wurde dann vor der seitdem in großen Teilen unveränderten Kulisse noch ein Foto der Anwesenden der Hamburger Kanufamilie geschossen.

Auf die nächsten hundert Jahre!

PS: In der Festschrift zum 100. wie auch zum 75. Geburtstag von Oberalster findet sich der Hinweis, dass unser Verein Mitbegründer des DKV war. Darauf basiert auch der Wikipedia Eintrag, der dies ebenso wiedergibt. Leider ist dieser Umstand dem DKV entgangen, so dass Oberalster weder im Hundertjahr-Buch noch auf der jüngst in der Fischerbörse angebrachten Gedenktafel als Gründungsmitglied genannt wird. Wer mit sachdienlichen Hinweisen oder sogar aussagekräftigen Belegen weiterhelfen kann, mit denen dem DKV unsere Mitbegründereigenschaft nachweislich angezeigt werden kann, möge sich bitte unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 040/50 04 87 04 melden.

  Sa. 21. Oktober 2017      08:00 Uhr
  Prüm offen für alle Klassen ; WW RL Classic Jug/Jun/Sen
  Bitburg
  So. 22. Oktober 2017      08:00 Uhr
  Prüm offen für alle Klassen ; WW RL Classic Jug/Jun/Sen
  Bitburg

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Kanu Ausbilder2017

Kanusport

Unser Oberalster Verein für Wassersport wurde vor über einhundert Jahren zunächst als reiner Kanusportverein gegründet. Er ist damit einer der ältesten deutschen Kanusportvereine und war 1912 auch Mitbegründer des Deutschen Kanusport Verbands DKV. Derzeit wird bei Oberalster eine breite Palette der verschiedenen Kanusport-Disziplinen angeboten. Im Wettkampfbereich besteht eine Ausrichtung auf den Wildwasserrennsport, der vor allem von unseren Jugendlichen mit großem Erfolg betrieben wird; ein Schwerpunkt liegt bei uns schon immer in der Kinder- und Jugendarbeit. Am zahlreichsten sind daneben unsere Wanderpaddler, die oftmals in selbstorganisierten Touren unterwegs sind. Dazu kommt das Wildwasserpaddeln, das bei Oberalster ebenfalls eine lange Tradition hat. Und auch das Kanupolo wird bei uns, wenngleich zum reinen Vergnügen, mit viel Leidenschaft gespielt.

Es gibt bei Oberalster regelmäßig Anfängergruppen, auch in Verbindung mit dem bei uns stationiertem Uni-Breitensport, in denen die Grundtechniken des Paddelns erlernt werden können. Und für die Fortgeschrittenen gibt es mit unserem umfangreichen Bootsbestand viele Möglichkeiten, Techniken zu verbessern und Leistungsgrenzen auszuloten.

Wer sich nun auf dem Wasser einmal ausprobieren will, ist herzlich eingeladen, sich bei unserer Abteilungsleitung oder einem der Übungsleiter zu melden. Mitmachen ist immer kurzfristig und unbürokratisch möglich.

© 2015 Oberalster V.f.W.

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